Was lange währt, währt ...lange!

„Das macht doch alles keinen Sinn mehr“ schimpfte unser Emil, als es schon wieder ins Tennisheim reingeregnet hatte. „Ich kann auf dem Dach fast nichts mehr reparieren, das ist alles morsch, und-dann ist das noch Asbest und dürfte da oben gar nicht mehr sein!“

Das war im Sommer 2016, und nachdem sich Hans höchstpersönlich von den Mängeln auf dem Dach überzeugt hatte (und fast eingebrochen wäre), stand fest: Wir brauchen ein neues Dach- und das etwas hoppla.

Nach Rücksprachen und Verhandlungen mit dem Hauptvorstand setzten wir die Ausschreibungen in Gang. Fünf Dachdeckerbetriebe stellten sich vor und machten Angebote, die bis zu 40.000,00€ differierten! Den Zuschlag bekam der Betrieb, den Steffen K. uns empfohlen hatte und der vom Preis und seinem sachlichen Verhandlungsstil uns am meisten überzeugen konnte.

Nachdem der Finanzierungsplan stand, konnten die Förderanträge raus (Hessisches Innen-ministerium, Landessportbund und Stadt Frankfurt), Gespräche mit Baubehörde, Termine mit Deutsche Bahn, Forstamt u.a. und immer wieder: Formulare, Formulare: Baupläne, Grundbuchauszug, Eigenmittelbescheinigung, Nutzungsanteile, Mitgliederzahl, Jugendanteil usw., usw. Dabei muss fairerweise betont werden, dass die Mitarbeiter/innen der Behörden immer sachlich, geduldig und entgegenkommend waren! Und dann bekamen wir endlich grünes Licht!

Jetzt konnte es konkret werden, Termine und Einzelheiten mit dem Dachdecker klären, einen rechtsverbindlichen Vertrag aufstellen (Danke, Rüdiger) und das Ganze endlich zum Abschluss  bringen.

Da der Spielbetrieb möglichst wenig gestört, die Dacharbeiten aber auch nicht in den Winter fallen sollten, hatten wir uns vertraglich auf den Oktober 2017 als Termin geeinigt.

Dann kam die kalte Dusche. Der Vertrag sei zu spät eingegangen und die Zulieferfirma könne die Dachmodule daher erst zum Januar 2018 zur Verfügung stellen, erfuhren wir über den Hauptvor-stand. Doch da der dann offensichtlich versäumt hatte, diesen neuen (oder einen anderen verbindlichen) Termin auch vertraglich abzusichern, wurde die ganze Sache ärgerlich.
Auch im Januar gab es keinen Termin, vielleicht im März, wurden wir vertröstet, dann gewiss im Mai: wieder nichts. Freude brach aus, als Anfang Juni wirklich ein Gerüst gestellt wurde, aber es wurde dann doch noch Juli, bis es dann endlich, endlich, dann aber auch zügig losging.

Nun funkte wieder der Hauptvorstand dazwischen und wollte wegen der Asbestarbeiten die Anlage während der ganzen Dacharbeiten sperren. Die Asbestbeseitigung dauerte aber nur die ersten 2 Tage, so dass wir von der Abteilungsleitung nur diese beiden Tage bis 17.00h für den Spielbetrieb sperren mussten.

Am 20. Juli waren die Arbeiten beendet, am 21. wurde das Gerüst abgebaut und am 23. war die Endabnahme. Uff! Es war geschafft und alles paletti!

Also: – Was lange währt, währt lange und manchmal doch noch gut.

Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern für ihre Geduld und ihr Verständnis, ganz besonders bei Pauline, die einiges durchmachen musste (but finally she made it), wir bedanken uns bei den -Förder-Geldgebern, der Dachdeckerfirma Hermani, bei Steffen Kleebach und allen, die irgendwie bei dem ganzen Projekt behilflich waren, ganz herzlich.

Nun auf zum nächsten Projekt, der Wiederinbetriebnahme von Platz 1!

D.H.

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